Eines Tages besiedeln wir andere Planeten

Bild der Wissenschaft 06/2014 (Auszug)

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst startet Ende Mai auf die Internationale Raumstation. Im Interview mit Bild der Wissenschaft spricht er darüber, was er sich von der Forschung erhofft, wieso wir eines Tages andere Planeten bewohnen werden und woran wir außerirdisches Leben erkennen.

 – Der gesamte Text darf leider aus rechtlichen Gründen hier nicht erscheinen – deshalb hier nur ein Auszug: Weiterlesen  in Bild der Wissenschaft 06/2014 –

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Herr Gerst, Ihre Ausbilder bei der ESA haben versucht, Sie an Ihre Grenzen zu bringen – beispielsweise beim Überlebenstraining: tagelang mit wenig Ausrüstung und kaum Essen in eisiger Kälte im Wald. Erfolgreich?

Ich dachte zwar manchmal: Ja, hier könnte meine Grenze möglicherweise liegen. Aber ich habe gemerkt, dass ich mehr aushalte, als ich mir vorstellen konnte. Selbst das Überlebenstraining oder die anstrengenden Unter-Wasser-Trainings, wo ich sieben Stunden ohne Pause in einem schweren Raumanzug unter Druck anstrengende Arbeiten verrichten musste: Ich dachte anfangs, ich kann das vielleicht nicht – und habe dann gemerkt, dass es wirklich machbar ist. Ich weiß also nicht, wo meine Grenzen sind, ich weiß nur, wo sie nicht sind.

Auf der ISS werden sie monatelang auf engstem Raum mit fünf anderen Astronauten zusammenleben müssen, die teilweise aus anderen Kulturen stammen oder aus Nationen, die sich auf der Erde nicht gerade grün sind. Könnte Sie das an Ihre Grenzen bringen?

Meine Erfahrung aus der Antarktis ist: Je schwieriger die äußeren Umstände, umso enger bringt es das Team zusammen. Auf der ISS arbeiten ehemals verfeindete Nationen schon seit Jahren eng und erfolgreich zusammen. Wir sind dort die einzigen sechs Menschen, die nicht auf dem Planeten sind: das verbindet.

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Grüne Smartphones mit Kult-Verdacht

spektrum.de, 21. Mai 2014 Link

An Smartphones und Tablet-Computern ist nichts nachhaltig. Weil alles immer kleiner wird, lassen sie sich kaum reparieren und landen schnell auf dem Müll. Die Industrie profitiert davon. Erste Beispiele aber zeigen, dass es anders geht. Die großen Unternehmen geraten unter Druck.

Vor eineinhalb Jahren ging die Digitalkamera des niederländischen Designers Dave Hakkens kaputt. Er nahm sie auseinander, sah, dass nur ein kleines Bauteil kaputt war und atmete auf: Man musste es nur austauschen. Doch die Erleichterung hielt nicht lange. „Das war einfacher gesagt als getan“, sagt er heute desillusioniert; nirgends gab es das Teil zu kaufen, niemand konnte die Kamera reparieren. „So wachsen die Berge an Elektroschrott.“ Noch häufiger seien es Smartphones, die wegen eines defekten, nicht austauschbaren Teils komplett entsorgt werden müssten. Umweltschützer und Technologiefan Hakkens ärgerte sich nicht lange, sondern startete „Phonebloks“, eine Kampagne für ein modulares Smartphone, die innerhalb weniger Wochen zig Millionen Anhänger im Netz fand.

Hakkens ist auf ein Problem gestoßen, das viele umtreibt und die Technologie der Zukunft vor eine Herausforderung stellt: Gerade die modernen, auf Miniaturisierung getrimmten mobilen Geräte sind alles andere als „grün“. Bei den wenigsten Smartphones und TabletPCs kann man einzelne kaputte Teile austauschen, meist nicht einmal den Akku. Das verkürzt deren potentielle Lebensdauer: ein kaputtes Teil und das ganze Gerät muss entsorgt werden.

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