Wer war das?

Die ZEIT, 1. Juni 2017 – Ausschnitt

Wenn jemand per Internet eine Überweisung tätigt, hinterlässt er einzigartige Spuren. Anhand solcher biometrischer Merkmale identifiziert eine diskrete Firma im Auftrag von Banken Millionen von Nutzern. Die ahnen davon nichts.

Seelenruhig schaut Natia Golan zu, wie der Hacker seinen Raub vorbereitet. Er hat die  Kontrolle über das Online-Konto einer ahnungslosen britischen Bankkundin übernommen, als sie gerade Geld überwies. Kaum war sie fertig, griff er aus der Ferne zu. Er tippt ihr Passwort in die Maske und gibt vor, vor dem Computer der Kundin in Großbritannien zu sitzen. Das Passwort stimmt. Auch die Summe von etwas mehr als einer Million Pfund, die er gerade überweisen will, ist nicht unüblich für die überdurchschnittlich wohlhabenden Kunden. Und doch: Ein Detail stört das Bild.

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Sicherheitsgurt fürs World Wide Web

spektrum.de, 14. August 2013 Link

Selbst nach den Enthüllungen um das US-Geheimdienstprogramm Prism schützen nur wenige Bürger ihre Daten. Woran liegt das? Informatiker kritisieren auch ein Versagen ihrer eigenen Zunft: Viele Sicherheitsprogramme ignorieren die Eigenheiten der Menschen.

Seit den Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden weiß die Welt, dass US-amerikanische und britische Geheimdienste unsere E-Mails, Suchanfragen und Onlinekäufe mitlesen, registrieren, speichern und auswerten. Auch in Deutschland empören sich Politiker und Datenschützer über das nahezu lückenlose Überwachungsprogramm unserer Verbündeten. Nur die ganz normalen Internetnutzer bleiben erstaunlich gelassen. Private E-Mails verschlüsseln? Fehlanzeige. Selbst viele Firmen verzichten darauf, ihre Korrespondenz zu codieren. Weiterlesen