KI ist wichtig – aber das hat mit mir nichts zu tun

Magazin t3n Nr 48, Drittes Quartal 2017

Verschlafen die deutschen Unternehmen die Chancen der künstlichen Intelligenz? Laut aktueller Studien sind sie kaum vorbereitet. Das zeigen auch Einblicke in die Praxis. Startups sind da deutlich weiter – und übertreffen selbst die großen ­KI-Pioniere.

Bist du schwul, depressiv oder in Kauflaune? Sorgst du dich um deine Kinder, bist du ein aggressiver Zeitgenosse oder hast du gar eine Ehekrise? Das alles – so heißt es – weiß die künstliche Intelligenz über uns: Sie kennt uns besser als unsere Freunde uns kennen, weiß mehr, als unser Partner über uns. Das zumindest behaupten jene, die von solchen Entwicklungen profitieren: Immer mal wieder geistern Studien durch die Medien, die beispielsweise aus Twitterdaten vorhersagen, ob jemand eine psychische Krankheit entwickelt oder aus Facebook-Posts die Persönlichkeit berechnen, für deren Definition Psychologen fünf Fragebögen und sechs Monate persönliche Gespräche benötigen. Weiterlesen