„Wenn ich eine Reportage mache, ist meine Recherche gleich viel aufwendiger“

…hat ein Teilnehmer meines Workshops „Wissenschaft spannend erzählen“ beim Reporterforum gesagt. Das stimmt! Trotzdem macht Wissenschaftsreportage Spaß – mir jedenfalls. Mir ist die Stilform richtig ans Herz gewachsen, und trotz des Aufwandes ist sie mir das liebste, was ich beruflich mache. Warum es sich der Aufwand lohnt, wie man die richtigen Protagonisten und den richtigen Stoff findet und was dann noch alles kommt – über all das habe ich beim diesjährigen Reporterworkshop beim SPIEGEL in Hamburg gesprochen.

Trotzdem (oder gerade weil) Nicola Meier von der ZEIT und ich uns wegen unserer verschiedenen Hintergründe und Lebenswege in der Vorbereitung beinahe in die Haare bekommen hätten bei Themen wie „Braucht man immer Schicksale?“ und „Kleben Wissenschaftsjournalisten zu sehr an den Fakten?“, haben wir viel voneinander gelernt und es ist ein runder, spannender Workshop herausgekommen. Wer nicht dabei sein konnte, findet jetzt beim Reporterforum die Links zu den Audio-Mitschnitten.

Workshop Pressearbeit für WissenschaftlerInnen

Am Montag, 22. Februar, startet mein erster Workshop „Pressearbeit für WissenschaftlerInnen“ für den Sonderforschungsbereich „Quantitative Methods for Visual Computing“ in Stuttgart. Ein zweiter Workshop findet am 4. April in Konstanz statt.

Inhalte sind unter anderem:

  • Interaktiver Vortrag: Wie funktioniert die Presse? Nach welchen Kriterien werden News ausgewählt?
  • Spiele, Übungen und Tricks, um das Thema in der eigenen Forschung zu finden
  • Bad Practice: aus anderer Leute Fehler lernen
  • Selbst besser machen: Am Ende hat jeder eine kleine Meldung geschrieben (es ist gar nicht so schwer!)
  • Warum erfolgreiche Pressemitteilungen trotzdem manchmal ein Problem haben

Ein Highlight werden die vom spektrum-Kollegen Mike Beckers gesammelten „Kontextlosen Pressebilder“ sein: Hier gibts die komplette Sammlung.

Für die Teilnehmer gibt es hier die Folien (passwortgeschützt).