News und Termine
Ich freue mich über jede Gelegenheit, mit euch und Ihnen im echten Leben zu diskutieren und mich auszutauschen. Deshalb poste ich hier regelmäßig aktuelle Termine und andere Neuigkeiten. Ich freue mich, wenn wir uns sehen!
- Details
Die in diesem Text verlinkten ZEIT-Texte sind 14 Tage frei zugänglich (dann laufen die Freebie-Links ab). Also besser gleich lesen. :)
In den vergangenen Monaten habe ich mich intensiv mit den Limitationen von großen Sprachmodellen beschäftigt. Genauer gesagt: mit jener Form von KI, die auf sogenannten Transformer-Modellen basiert. Ich hole deshalb ein wenig aus, weil viele Menschen mit "künstlicher Intelligenz" genau das meinen und sich nicht bewusst sind, dass es viele andere Ansätze gibt. Der Hype rund um ChatGPT und andere Chatbots hat zu einer seltsamen Verengung des Begriffs KI geführt - der, ja, natürlich nicht wohl definiert und viel zu breit ist. Die aktuelle Verengung ist aber auch nicht dienlich.
Denn dank des Marketings der großen Tech-Firmen (die gar nicht anders können, als den Hype zu befeuern, denn ihre Existenz hängt davon ab) denken viele Menschen zudem, dass aus diesen Modellen etwas Größeres erwachsen könnte, oder gar schon ist. Eine Form echter Intelligenz, eine allgemeine Intelligenz, Artificial General Intelligence AGI. Und je nachdem, ob man eher zum Kulturpessimismus oder zum Tech-Optimismus neigt, führt diese AGI eher zum Weltuntergang oder zur Lösung aller Probleme.
Nichts von all dem wird kommen. Denn was die Tech-Firmen mit dem Hype und den Ablenkungsdiskussionen um die angebliche Gefahr ihrer Modelle erstaunlich erfolgreich schaffen, ist, den Eindruck zu erwecken, dass sie hier etwas Großes und Mächtiges geschaffen haben. Etwas, das künftig tatsächlich das Potenzial haben soll, intelligenter als Menschen zu werden. Etwas, das Menschen die Arbeit wegnehmen, sie ersetzen oder sie womöglich künftig als Sklaven halten könnte.
- Details
Ich habe gerade anlässlich des bevorstehenden Besuchs von Frieder Nake auf dem diesjährigen CCC-Kongress im Dezember in Hamburg auf meiner eigenen Website gesurft (fast so schlimm wie Ego-Googeln, was mich aber auch immer wieder zu interessanten Aspekten meines virtuellen Ichs führt ;)) und das Portrait gefunden, das ich vor zehn Jahren über ihn geschrieben habe. Er muss inzwischen knapp 90 sein und spricht auf dem Kongress über Computerkunst (die er mitgegründet hat). Das allein ist ein Grund hinzugehen!
Dabei ist mir eingefallen, dass ich versprochen hatte, hier immer über meine aktuellen Aktivitäten zu informieren, vor allem mit dem Ziel, dass ihr wisst, wo ihr mich findet für einen Schnack im echten Leben. Das ist leider angesichts der rasenden Zeit irgendwie zu kurz gekommen in letzter Zeit - deshalb hole ich das jetzt nach.
- Details
Immer mal wieder bekomme ich Zugang zu gehackten Daten und meistens verbergen sich darin wichtige und relevante Geschichten, die Probleme und Missstände aufdecken. Meine letzte größere Geschichte, die auf einem solchen Leak basierte, war die zur NoFly-List der USA, mit der die Freiheit von tausenden Menschen oft willkürlich eingeschränkt wird.
Von daher erscheint es eigentlich klar: Mit Hacking und Leaking erreichen Daten die Öffentlichkeit, die relevant sind für die Gesellschaft und für die Demokratie. Oder nicht?
- Details
Auf der re:publica habe ich ein wenig aus meinen jüngsten Recherchen zu maschineller Intelligenz erzählt und wie ich Opfer einer Schwachstelle der menschlichen Kognition geworden bin, vor der ich selbst zuvor gewarnt hatte!
Hier gibt es die Aufzeichung und hier ist ein Artikel, der den Talk zusammenfasst. Und wie versprochen gibt es hier die im Vortrag erwähnten Quellen und Artikel – viel Spaß beim Lesen!
- Details
Neuigkeiten und Termine Frühjahr/Sommer 2024
Oha die Zeit rast – danke, dass ihr mich daran erinnert, dass hier mal wieder ein Update hin muss! Wie immer ein kurzer Rückblick, was wichtig war in letzter Zeit, und am Ende aktuelle Termine für die kommenden Wochen.
Die vergangenen Monate waren etwas atemlos, nicht nur, weil wir eine massive Sicherheitslücke bei der Bundeswehr entdeckt haben (und dann auch noch bei der SPD, bei der ich unbemerkt an Webex-Meetings teilnehmen konnte). Aber das war zweifellos eine meiner größeren und aufregenderen Geschichten in letzter Zeit.
Ich war baff, wie viel vertrauliche („Nur für den Dienstgebrauch“) Informationen einfach offen im Netz stehen. Die Links von insgesamt 270.000 Meetings ließen sich durch einfachs Hochzählen erraten. Also eine der billigsten Sicherheitslücken überhaupt. Die Meetings reichten ein halbes Jahr in die Vergangenheit und einige Wochen in die Zukunft – sichtbar waren Informationen wie Titel, Host, Datum und Uhrzeit.
Beeindruckend war auch zu sehen, wie die Bundeswehr damit kämpfte, die Infos wieder aus dem Netz zu kriegen. Nach vier Tagen gaben die Verantwortlichen auf und trennten einfach die gesamte Webex-Instanz vom Netz. Denn offensichtlich war ein Löschen gar nicht vorgesehen.